Sonntag, 12. Februar 2017

Die Ehefrauen Heinrichs VIII., Teil VI: Catherine Parr


Portrait von Hans Holbein the Younger, 1542,
 https://commons.wikimedia.org/wiki/Henry_VIII_of_England?uselang=de#/media/File:Hans_Holbein_d._J._048.jpg

Dieses Bild zeigt den schon fast legendären englischen König Heinrich VIII. (1491-1547) im Jahr 1542. Bekannt wurde er unter anderem dafür, dass er die Reformation in England entscheidend vorantrieb, aber auch für seine insgesamt sechs Ehen, von denen zwei mit der Enthauptung seiner Gattinnen endeten. Während meistens Heinrich selbst im Fokus der Aufmerksamkeit steht, werden wir uns in unserer kurz!-Reihe mit seinen Ehefrauen beschäftigen. Im letzten Teil der Reihe soll es nun also um seine sechste und letzte Ehefrau Catherine Parr (1512-1548) gehen. 

Sonntag, 29. Januar 2017

Die Kinderwallfahrten zum Mont-Saint-Michel

Wallfahrten hatten für das mittelalterliche Frömmigkeitsbewusstsein, das direkt mit der Verehrung von Reliquien und heiligen Stätten verbunden war, eine besondere Bedeutung. Vor allem im 15. Jahrhundert erfreuten sie sich großer Beliebtheit und wenngleich das Wallfahren in fernere Gebiete mit größerem Aufwand verbunden war, unternahmen immer mehr Menschen zumindest eine der peregrinationes maiores nach Jerusalem, Rom oder Santiago de Compostela. Dass sich aber Kinder im 15. Jahrhundert auf den Weg nach Frankreich machten, um zum Mont-Saint-Michel bzw. der dortigen gleichnamigen Abtei – eine der wichtigsten heiligen Stätten zu Ehren des Erzengels Michael – in der Normandie zu pilgern, erfuhr schon unter Zeitgenossen viel Beachtung und Verwunderung. Zwar sind erste Wallfahrten zum Mont-Saint-Michel schon seit dem 8. Jahrhundert überliefert und spätestens ab dem 11. Jahrhundert zogen Menschen aus ganz Europa dorthin. Dass von 1456/7-1459 allerdings Kinder nach Frankreich zogen, um den Erzengel zu verehren, war selbst für zeitgenössische Gelehrte ein Rätsel. In diesem kurz!-Artikel sollen diese spätmittelalterlichen Kinderwallfahrten zum Mont-Saint-Michel im Vordergrund stehen. Zunächst sollen die Besonderheiten dieser peregrinationes puerorum dargestellt werden, um danach zu versuchen, mögliche Beweggründe und Ursachen zu klären.

Buchmalerei mit der Darstellung des Mont-Saint-Michel bei Ebbe aus den Trés Riches Heures des Duc de Berry (um 1415). Über der Bergspitze kämpft der Erzengel Michael gegen einen Drachen.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Le_Mont-Saint-Michel#/media/File:Folio_195r_-_The_Mass_of_Saint_Michael.jpg)

Sonntag, 15. Januar 2017

Berliner Hostienschänderprozess

Am 6. Juli 1510 wurden in Berlin 38 Juden auf dem Scheiterhaufen verbrannt, nachdem man sie wegen Hostienfrevels und Kindsmords zum Tode verurteilt hatte. Darüber hinaus zog die Verurteilung die Vertreibung aller Juden aus der Mark Brandenburg, einem Territorium im Heiligen Römischen Reich, nach sich. Dieses Ereignis wurde als Berliner Hostienschänderprozess bekannt und soll in diesem Artikel zusammen mit seinen Folgen näher beleuchtet werden.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Die 15 legendären Geschlechter der Stadt Köln

Von der Aducht, Bircklin, Grin, Gyr, Hardevust, Hirtzelin, vom Horn, Jude, Kleingedank, Lyskirchen, Overstolz, Quattermart, Scherffgin und vom Spiegel. Jeder, der sich schon einmal mit der Stadtgeschichte Kölns beschäftigt hat, wird früher oder später nicht nur auf diese Namen gestoßen sein, sondern auch auf die Legende, die die 15 sagenhaften Geschlechter Kölns umgibt. Schon die beiden im späten 15. Jahrhundert entstandenen Stadtchroniken Kölns, die Agrippina (1469-1472) Heinrichs van Beeck und die Cronica von der hilliger stat van Coellen (1499), berücksichtigen diese Legende und erwähnen 15 legendäre Kölner Geschlechter, die eng mit der Geschichte der Stadt Köln verbunden gewesen sein sollen. Doch wer genau waren diese Geschlechter und was genau macht sie so legendär? Diese Fragen versucht unser neuer kurz!-Artikel zu beantworten.

Sonntag, 27. November 2016

Friedrich I. und die Päpste: Teil IV – Letzte Provokationen und Doppelwahl

Im letzten Teil unserer kurz!-Reihe ging es um die Streitigkeiten zwischen Papst Hadrian IV. und Kaiser Friedrich I. Barbarossa rund um den Hoftag von Besanç​​on (1157). Diese hatten zu einer weiteren Verhärtung der Fronten zwischen den beiden Mächten, aber auch innerhalb des Kardinalskollegiums geführt. Als der Kaiser sich im Jahre 1158 erneut nach Italien aufmachte, um zu versuchen, die lombardischen Städte endlich unter Kontrolle zu bringen, war die Stimmung bereits äußerst angespannt. Wie es zum endgültigen Bruch zwischen Papst und Kaiser kam, und wie dieser schließlich zu einer Doppelwahl führte, auf die eine fast 20 Jahre andauernde Kirchenspaltung folgen sollte, lest ihr im letzten Teil dieser kurz!-Reihe.

Sonntag, 13. November 2016

Der Illuminatenorden

Das 18. Jahrhundert war nicht nur das Jahrhundert der Aufklärung, sondern auch das Jahrhundert der Geheimbünde. Der Illuminatenordnen, um den es heute bei uns gehen soll, steht dabei besonders in Verbindung mit zahlreichen Gerüchten und Legenden. Diese haben ihren Ursprung vor allem in der Thematisierung des Ordens in Literatur und Film, beispielsweise im Roman Das Foucaultsche Pendel von Umberto Eco (1988) oder in Dan Browns Illuminati (2003), der 2009 überaus erfolgreich verfilmt wurde. Unser neuer Artikel möchte sich jedoch weniger mit den Verschwörungstheorien, die den Orden umranken, beschäftigen, sondern vielmehr die Geschichte und Ziele der Geheimgesellschaft vorstellen. 

Sonntag, 23. Oktober 2016

Die 'Alchymey teuczsch' – Zwischen Goldvermehrung, Allheilmitteln und Geheimschrift

Auch heute noch werden immer wieder Geheimschriften oder codierte Nachrichten benutzt, um bestimmte Informationen oder Wissen nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich zu machen. Dieser Einsatz von verschlüsselten Texten ist jedoch kein Vorgehen, das erst in der Neuzeit entstanden ist, sondern bereits im Mittelalter wurden Chiffren zu diesem Zweck eingesetzt. In diesem Artikel steht eine mittelalterliche Handschrift mit medizinischen, chemischen, aber vor allem alchemistischen Inhalten im Vordergrund, die sich vor allem wegen der Benutzung von Geheimzeichen durch die Verfasser auszeichnet. Damit sollte verhindert werden, dass das erarbeitete alchemistische Fachwissen in die falschen Hände gerät. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte und die Inhalte der Alchemie, soll im zweiten Teil des Artikels die Handschrift im Vordergrund stehen.